Aspekte: Jazz im Kammermusiksaal
Die vier Konzerte der Aspekte-Reihe in der Saison 2026-27 sind wieder hochkarätig besetzt: Mit dem Rahel Talts Quartet aus Estland stellt sich ein spritziges junges Ensemble in Bonn vor, von dem man noch viel hören wird. Die Saxophonistin Sarah Chaksad ist für ihre wunderbare Ensemblearbeit bekannt und kommt mit einer hochkarätigen, kleineren kammermusikalischen Besetzung in den Kammermusiksaal, und auch die beiden Duos Andreas Schaerer/Daniel Garcia und Emma Rawicz/Gwilym Simcock versprechen jeweils ganz besonders intensive Konzerterlebnisse.
Der Deutschlandfunk zeichnet erneut alle vier Konzerte auf und strahlt sie zu einem späteren Zeitpunkt aus.
Konzertpaten der Aspekte-Reihe: Marly und Ulrich Schlottmann
- Rahel Talts Quartet
- Rahel Talts, Klavier
- Donatas Petreikis, Saxophon
- Mariusz Praśniewski, Kontrabass
- Jesper Lørup Christensen, Schlagzeug
Das Rahel Talts Quartet steht für einen frischen und einzigartigen Sound in der europäischen Jazzszene. Die Gruppe spielt die Kompositionen der aufstrebenden estnischen Jazzpianistin und Komponistin Rahel Talts. Die Musiker stammen aus verschiedenen Ländern, lernten sich jedoch vor einigen Jahren in Dänemark kennen, wo sie auch gemeinsam studierten.
Die Musik des Quartetts lässt sich am besten als energiegeladener, akustischer und melodischer Jazz beschreiben, der Einflüsse aus baltischer und nordischer Folkmusik, aus dem traditionellen Jazz und teilweise auch aus der Popmusik aufgreift. Rahel verbindet gerne einfache, eingängige, von Folkmusik inspirierte Melodien mit üppigen Harmonien und groovigen Rhythmen. Ergänzt wird das Programm durch eigene Arrangements estnischer Volkslieder.
Im November 2025 veröffentlichte die Band ihr neues Album "Back and Forth", auf dem auch der preisgekrönte Gitarrenvirtuose Rob Luft zu hören ist. Das Album sorgt bereits bei europäischen Jazzliebhabern und Kritikerinnen und Kritikern für Aufmerksamkeit. Zuvor erschien das ebenfalls sehr positiv aufgenommene Album "Greener Grass" (Mai 2023), mit dem das Quartett anschließend auf Tournee durch Europa ging – unter anderem nach Deutschland, Frankreich, Dänemark, in die Tschechische Republik, ins Vereinigte Königreich, nach Litauen, Lettland und Estland – sowie nach Asien, darunter Singapur, Thailand und Indonesien.
Das Rahel Talts Quartet ist bereits bei zahlreichen renommierten Festivals aufgetreten, darunter Jazz Baltica, das Copenhagen Jazz Festival, Jazz à la Petite France, Nordischer Klang, Jazzkaar und viele weitere.
Der Deutschlandfunk zeichnet das Konzert auf und strahlt es zu einem späteren Zeitpunkt aus.
Konzertpaten: Marly und Ulrich Schlottmann
- Sarah Chaksad, Kompositionen | Alto- und Sopransaxophon
- Fabian Willmann, Bassklarinette und Tenorsaxophon
- Andreas Tschopp, Posaune
- Espen Berg, Klavier
- Lukas Traxel, Kontrabass
- Eva Klesse, Schlagzeug
Seit über zehn Jahren prägt Sarah Chaksad mit ihren größeren bis großen Formationen die europäische Jazzszene. Die Alt- und Sopran-Saxophonistin, Komponistin und Bandleaderin wird für ihre Produktionen und Konzerte international gefeiert. Ihre Musik verbindet kompositorische Präzision mit emotionaler Tiefe, strukturelle Raffinesse mit klanglicher Offenheit. Mit Sarah Chaksad AMELIA schlägt die Schweizerin nun ein neues Kapitel auf. Der Name "Amelia" geht etymologisch auf das Altpersische zurück und wird oft mit Bedeutungen wie Kraft, Mut, Tatkraft oder Wirksamkeit in Verbindung gebracht. Übertragen auf Chaksads Musik steht AMELIA für ein aktives, waches In-der-Welt-Sein: für Musik, die Haltung zeigt, ohne zu verhärten, die Emotionalität zulässt, ohne sentimental zu werden, und die Komplexität nicht scheut, sondern sinnlich erfahrbar macht. Chaksads Kompositionen sind kraftvoll und zugleich feinfühlig, rhythmisch prägnant, melodisch durchlässig und reich an überraschenden Wendungen.
Dort, wo Chaksads sorgfältig gebaute Strukturen auf die Handschriften der einzelnen Musiker treffen, entfaltet die Musik ihre ganz besondere Energie. AMELIA steht für eine Musik, die aus der Gegenwart kommt und in ihr wirkt – mutig, klar und von großer innerer Spannung.
Der Deutschlandfunk zeichnet das Konzert auf und strahlt es zu einem späteren Zeitpunkt aus.
Konzertpaten: Marly und Ulrich Schlottmann
- Andreas Schaerer, Gesang
- Daniel García Diego, Klavier
Jeder für sich ist schon ein Erlebnis, beide zusammen bilden ein ganz besonderes Duo: Der renommierte spanische Pianist Daniel Garcia und der gefeierte Schweizer Sänger Andreas Schaerer kreieren eine unvergessliche musikalische Klangwelt. Mit seinen tiefen Wurzeln in Flamenco und Klassik ist Garcias Spiel von technischer Meisterschaft, aber auch von gefühlvollem Ausdruck geprägt. Andreas Schaerer ist ein Gesangskünstler wie kein anderer. Mit einer schier grenzenlosen Bandbreite und der Fähigkeit, seine Stimme als vielseitiges Instrument einzusetzen, bewegt er sich nahtlos zwischen den Genres. Da haben sich zwei gefunden: Ohne Scheuklappen bewegen sie sich durch ganz unterschiedliche musikalische Genres und beweisen dabei ein Maximum an Spielwitz und Spontanität. Wo Andreas Schaerer auftritt, sind die Säle voll und das Publikum gerät regelmässig aus dem Häuschen. Er verblüfft nicht nur mit seiner Virtuosität, sondern verfügt auch über eine enorme Bühnenpräsenz. Daniel Garcia studierte zuerst klassisches Klavier, bevor er in New York von Danilo Perez in die Geheimnisse des Jazz eingeführt wurde. Er gilt als eine der originellsten und einflussreichsten Stimmen der neuen Generation des spanischen Jazz. 2024 wurden Schaerer und García Diego von der renommierten französischen Jazz-Akademie als "Europäische Jazzmusiker des Jahres" nominiert.
Der Deutschlandfunk zeichnet das Konzert auf und strahlt es zu einem späteren Zeitpunkt aus.
Konzertpaten: Marly und Ulrich Schlottmann
- Emma Rawicz, Saxophon
- Gwilym Simcock, Klavier
Die musikalische Zusammenarbeit des gefeierten britischen Pianisten und Komponisten Gwilym Simcock und der aufstrebenden Saxofonistin und Komponistin Emma Rawicz zeichnet sich durch eine besondere Tiefe und Freiheit aus. Emma und Gwilym haben Stücke füreinander komponiert und gemeinsam an Arrangements gearbeitet, wobei sie auf die zahlreichen musikalischen Einflüsse zurückgreifen, die sie miteinander teilen. Der große Erfolg dieses musikalischen Projekts führte sie schon bald ins Studio. Im November 2026 soll ihr Debut-Album bei ACT erscheinen.
Ihre Zusammenarbeit ist eine faszinierende generationenübergreifende Begegnung, zugleich aber vielleicht einfach auch folgerichtig: Beide haben eine ähnlich fundierte Ausbildung in klassischer Musik und Jazz an der renommierten Chetham's School of Music in Manchester und der Royal Academy of Music in London erhalten. Beide sind gespannt darauf, wohin sie ihr gemeinsames musikalisches Abenteuer als fest etabliertes Ensemble führen wird. Ihre Leidenschaft für mitreißende, energiegeladene und lebensfrohe Musik ist in ihren Programmen allgegenwärtig.
Der Deutschlandfunk zeichnet das Konzert auf und strahlt es zu einem späteren Zeitpunkt aus.
Konzertpaten: Marly und Ulrich Schlottmann